Fußarthrose – Wenn jeder Schritt zur Belastung wird

Fußarthrose – Wenn jeder Schritt zur Belastung wird

Arthrose zählt zu den häufigsten Gelenkerkrankungen – auch im Bereich des Fußes. Die sogenannte Fußarthrose kann sich schleichend entwickeln und führt oft zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit. Betroffene leiden dabei häufig unter einer verminderten Lebensqualität, da jeder Schritt schmerzhaft sein kann. Doch was genau ist Fußarthrose, wie entsteht sie, und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


Was ist Fußarthrose?

Bei der Fußarthrose handelt es sich um einen chronischen Gelenkverschleiß, bei dem der Knorpel im Fußgelenk nach und nach abgebaut wird. Besonders häufig betroffen sind das Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus), das Sprunggelenk sowie die kleinen Gelenke im Mittelfuß. Ohne die schützende Knorpelschicht reiben die Knochen direkt aufeinander, was Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen zur Folge hat.


Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für eine Fußarthrose sind vielfältig. Häufige Auslöser sind Fehlstellungen wie ein Hallux valgus oder ein Spreizfuß, aber auch frühere Verletzungen – etwa nach einem Bänderriss oder Knochenbruch – können die Entwicklung begünstigen. Übergewicht, genetische Veranlagung und Überlastung durch Beruf oder Sport spielen ebenfalls eine Rolle. Mit zunehmendem Alter steigt zudem das Risiko, an Arthrose zu erkranken.


Diagnose durch den Fußspezialisten

Die Diagnose einer Fußarthrose erfolgt in der Regel durch einen erfahrenen Fußspezialisten, meist Orthopäde oder Unfallchirurg mit spezieller Ausbildung. Neben der klinischen Untersuchung helfen bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, den Grad der Abnutzung festzustellen und andere Ursachen für Fußschmerzen auszuschließen. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die individuell passende Therapie zu planen.


Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Nicht jede Fußarthrose muss sofort operativ behandelt werden. In vielen Fällen können konservative Maßnahmen die Beschwerden deutlich lindern. Dazu gehören speziell angepasste Einlagen, Physiotherapie zur Muskelkräftigung, entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen mit Hyaluronsäure. Auch eine gezielte Gewichtsreduktion kann die Belastung auf die Fußgelenke verringern. Moderne Schmerztherapie und orthopädische Hilfsmittel bieten vielen Patienten eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität – ohne Eingriff.


Operative und minimalinvasive Therapieformen

Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen und die Lebensqualität massiv eingeschränkt ist, kann eine Operation sinnvoll sein. Die Fußchirurgie bietet ein breites Spektrum an Eingriffen – je nach betroffenem Gelenk und Schweregrad der Arthrose. In frühen Stadien kann eine minimalinvasive Gelenktoilette durchgeführt werden, bei der entzündliches Gewebe entfernt und die Gelenkflächen geglättet werden. Diese Technik schont das umliegende Gewebe und führt oft zu einer schnelleren Heilung.

Bei fortgeschrittener Arthrose kann eine Gelenkversteifung (Arthrodese) notwendig werden, die eine dauerhafte Schmerzfreiheit ermöglicht, jedoch die Beweglichkeit einschränkt. In ausgewählten Fällen – insbesondere im Sprunggelenk – kommen auch moderne Endoprothesen zum Einsatz.


Mehr Lebensqualität durch individuell angepasste Therapie

Die Behandlung der Fußarthrose sollte stets individuell erfolgen und orientiert sich am Beschwerdebild, dem Alltag der Patientin oder des Patienten sowie dem Fortschritt der Erkrankung. Ein erfahrener Fußspezialist kann gemeinsam mit dem Betroffenen entscheiden, welcher Weg – konservativ oder operativ – sinnvoll ist. Dank moderner Fußchirurgie und zunehmend minimalinvasiven Verfahren ist es heute in vielen Fällen möglich, Schmerzen effektiv zu lindern und die Mobilität nachhaltig zu verbessern – damit Bewegung wieder Freude bereitet.

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